Zeichnen & Malen als Killer-App für Tablets?

ScreenChomp zeichnet auf dem iPad auf, was gezeichnet und was gesprochen wird.

Biologie-Erklärung: auf iPad mit ScreenChomp aufgezeichnet

Die Sonntagszeitung nimmt sich heute eines Themas an, das für mich wohl in nächster Zeit dazu führen wird, ein Tablet zu beschaffen: Mit den Fingern oder mit einem Stift schreiben, zeichnen und malen zu können! Aus meiner Sicht kommen dabei künftige Schlüsselanwendungen für diese Kulturtechnik nicht vor – schade.

Im gut gemachten Artikel Fingermalen, ohne schmutzig zu werden berichtet ein Comiczeichner über seine Gehversuche mit verschiedenen Apps auf den beiden Plattformen iPad (Apple) und Android (Google).

Allerdings scheint es mir, dass dabei nicht erkannt wird, dass das «neu erfundene» Tablet mit dessen Finger-Funktionen zeichnen, malen und schreiben nicht in erster Linie für Grafiker, Zeichner oder Maler interessant ist, sonder eben gerade für Laien, die visuelle Elemente für eine bessere Kommunikation benötigen, auch wenn sie vom «Zeichnen» in der Schule seinerzeit «entwöhnt» wurden.

Dazu kommt, dass die Tablets ja echte Multimedia-Talente sind: Neben dem visuellen Kanal steht in vielen der attraktiven Apps auch der akustische Kanal zur Verfügung. Während man etwas auf-zeichnet, kann man seinen Kommentar direkt über das Mikrofon festhalten. Dies ist eine intuitive und bekannte Methode der Kommunikation — wie wenn ich vor einer Gruppe am Flip-Chart etwas festhalte, während ich spreche.

  • Zeigen, statt erklären, wie etwas funktioniert für die Lehrerin, die ihren Lernenden wie an der guten, alten Wandtafel etwas beibringen will; wie für den Schüler, der seinem Kameraden weiterhelfen will bei der Lösung einer Hausaufgabe, die dieser nicht versteht; oder wie für den IT-Fachmann, der im Support die Lösung einer der häufig gestellten Fragen anschaulich publizieren will.
  • Präsentieren in einer wesentlich authentischeren Form, als wenn von der Werbeagentur auf Hochglanz polierte PowerPoint-Präsentationen abgespult werden. Vielmehr kann die lebendige Entwicklung eines Gedankens wie mithilfe von Whiteboard oder Flip-Chart direkt vor den Augen (und Ohren) des Publikums geschehen und so noch besser nachvollzogen werden.
  • Mediatoren, die Gespräche unter den Parteien mit visueller  Moderation  unterstützen und schlichten.
  • Und dann gibt es noch die Profis, welche einen Vortrag, eine Diskussion, eine Sitzung oder eine Präsentation visuell dokumentieren (vor den Tablets wurde dies auf grossen Plakatwänden gemacht).

Aufzeichnungen: Anwendungen, die Tablets zu mehr machen, als wir uns bisher vorstellen konnten (oder wollten)

  • ScreenChomp, die (momentan noch kostenlose) App von TechSmith (Englisch)
  • Youtube: Zeigen UND erklären — so funktioniert ScreenChomp (1:36, Englisch)
  • Youtube: Entwickler von TechSmith erklärt den Hintergrund zur Entwicklung und zeigt die Funktionsweise von ScreenChomp (Englisch, knapp <7′)
  • Visual Recording on the iPad: Die hohe Schule zur Dokumentation von Präsentationen, Diskussionen, Sitzungen etc. von einem Profi: Rachel Smith (Twitter @ninmah) – in gut 12 Minuten stellt sie vier Apps vor (Ideas, AirSketch, Brushes, und SketchbookPro) und zeigt dabei gleich auf, wie es funktioniert! (Englisch). Grossartig gemacht und sehenswert!

ScreenChomp ist für mich eine der Killer-Applikationen: Ich werde deshalb:

a) … ein Tablet kaufen
b) … es wird ein iPad sein, auch wenn ich sonst eher zu Android tendiere — wegen der verfügbaren Apps!

Teilen Sie in den Kommentaren Ihre Meinung mit uns. 


Comments

Zeichnen & Malen als Killer-App für Tablets? — 1 Kommentar

  1. hallo urs
    danke, dass ich durch teachforce auf screenchomp gestossen bin, eine wunderbare sache! in «iTunes U» gibts uebrigens eine tolle „EACS iTeacher“ von kurzer dauer mit langer wirkung.
    gruss
    lukas
    der dem apfel treu geblieben ist mit iMac, MacBook, iPad, iPhone…
    und je laenger je mehr windows und microsoft, aber auch apple gegenueber vorbehalte anmeldet. ich nutze Clouds (bin auch hieundda da!) und iClouds, sehe aber probleme auf uns zu kommen, zu denen (eine) loesung(en) angeboten werden muss(muessen).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.