Urin stinkt – oder die Trennung-Sau-Tomaten

In der SonntagsZeitung aus dem Hause tamedia schätze ich die Rubrik Schlagzeiten mit lustigen «Verschreibern» und «grammatikalischen Ausflügen» aus den Medien.

Fast jedes Mal findet sich darin auch ein Beispiel mit missverständlichen Trennungen – unter der Rubrik: Sau-Tomatent-Rennung. Mein Votum deshalb auch bei der Textverarbeitung in Korrespondenz und Dokumentation: Immer manuell.

Flankierend dazu empfehle ich folgende Regeln für sich selber zu prüfen:

  • Kein Blocksatz; immer Flattersatz. Wenn der rechte Rand dadurch etwas ausfranst, so erlebe ich das als eine optische Bereicherung. Das Dokument wirkt dadurch irgendwie interessanter.
  • Die Trennung ist der letzte Schritt der Überarbeitung — also wenn keine Korrekturen mehr erfolgen. Direkt vor der Ausgabe im Zielformat (Ausdruck oder als PDF).
  • Worte sinnhaftig trennen: In unserem folgenden Beispiel also Trennungs-automaten oder Ur-instinkt.

Lesen Sie für sich doch einmal den folgenden Text (mit eben der automatischen Trennung) laut vor sich her. Ich für meinen Teil stolpere immer über solche sinnleeren oder sinnverfälschenden (sinnlos?) Trennungen. Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Gedanken dazu als Kommentar einzubringen.

Text aus Word mit sinnverfehlender Automatentrennung

Getrennt mit dem Trennung-Sau-Tomaten


Comments

Urin stinkt – oder die Trennung-Sau-Tomaten — 2 Kommentare

  1. Danke, Annamarie Schnyder, für Ihren Kommentar. Ich hatte diesen Beitrag schon ganz aus den Augen verloren. Aber das Thema bleibt wohl aktuell …

  2. Ich liebe Wortspiele und amüsiere mich jeweils gerne über solche sinnverfälschenden Trennungen. Natürlich nur in einem vertretbaren Rahmen und nicht im Business.

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